Tipps für Katzen
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Nützliche Tipps und Tricks:

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Wenn es bei der Katze „Click“ macht- auch Katzen können lernen!

Von Dr. med. vet. Ira Marxen (www.vetsforcats.de):


Katzen sind agile, intelligente kleine Raubtiere, was das Zusammenleben mit ihnen zum einen reizvoll macht, aber durchaus auch zu Problemen führen kann. Körperliche und geistige Unterforderung – insbesondere bei Wohnungskatzen - führt oft zu unerwünschten Verhaltensweisen, wie Anknabbern von Blumen oder Gegenständen, Kratzen an Möbeln, aggressivem Verhalten oder Unsauberkeit. Solche Aktivitäten geschehen oft aus Langeweile oder zum Erzwingen von Aufmerksamkeit. Bei manchen Aktivitäten, wie zum Beispiel dem Springen auf den Esstisch, kann die Katze nicht wissen, dass uns dies unangenehm ist, wenn wir ihr nicht verständlich vermitteln, dass wir das nicht möchten. Katzen sind durchaus lernfähig und erziehbar, allerdings tun Katzen nichts, um anderen zu gefallen. Sie tun Dinge nur, wenn es für sie selber einen positiven Effekt hat oder wenn dadurch Unangenehmes vermieden werden kann. Um einer Katze Dinge beizubringen, muss man also eine Motivation schaffen, damit sie tut, was man von ihr möchte, beziehungsweise damit sie unterlässt, was sie nicht tun soll.
Eine Möglichkeit, um für Beschäftigung und Bewegung zu sorgen, aber auch um erwünschtes Verhalten zu fördern (zum Beispiel das Kommen auf Zuruf, Einsteigen in den Katzenkorb, Sich-kämmen-lassen) oder unerwünschtes Verhalten abzutrainieren, bietet das Clickertraining. Ein Clicker ist ein kleines Gerät, bei dem durch das Verbiegen eines Metallplättchens ein Knackgeräusch (Click) erzeugt wird, wie bei einem Knackfrosch für Kinder. Das Prinzip besteht darin, dass die Katze dieses akustische Signal mit einem positiven Ereignis, zumeist einem Leckerchen, verbindet. Der Vorteil –im Vergleich zu einer Belohnung ohne Clickern- besteht darin, dass das Clickern zum einen exakt im richtigen Moment eingesetzt werden kann und zum anderen ein deutliches und unverwechselbares Signal gibt. Dies ist wichtig, damit Ihre Katze verstehen kann, was sie von ihr wollen. Prinzipiell kann anstelle eines Clickers auch ein anderes Signal, wie ein Pfiff, Fingerschnippen, Zungenschnalzen oder ein Lichtsignal gegeben werden. Um Missverständnissen vorzubeugen, ist es wichtig, dass das Signal immer gleichbleibend ist und normalerweise im Alltag nicht auftritt, damit es eindeutig verstanden werden kann. Wenn Ihr Tier sich nicht viel aus Leckerchen macht, können zur Belohnung auch Streicheln oder lobende Worte eingesetzt werden. Hierbei ist zu beachten, dass die Belohnung möglichst zeitnah, also nicht später als eine Sekunde nach dem Signal erfolgen darf, damit die Katze den Zusammenhang begreift.
Ein Grundsatz bei der Erziehung von Katzen ist, dass es keine Bestrafungen gibt, denn dies kann zu Angst und damit Aggressionen führen. Außerdem wollen wir vermeiden, dass die Katze unerwünschte Verhaltensweisen begeht, sobald sie unbeobachtet ist. Als „Bestrafung“ reichen das Ausbleiben der Belohnung und ein deutlich ausgesprochenes Nein. Vielmehr gilt es, positives Handeln zu belohnen, zum Beispiel das Kratzen am Kratzbaum statt am Sofa. Damit die Übungen der Katze und dem Besitzer Spaß machen, ist es wichtig, dass die Übungen nur eine bis etwa drei Minuten dauern und dafür mehrmals täglich wiederholt werden. Um die Katze nicht zu überfordern, muss in kleinen Schritten vorgegangen werden. Schon kleinste positive Reaktionen werden belohnt, denn Erfolg schafft Motivation.
Welche Utensilien für das Training benötigt werden, hängt davon ab, was Sie ihrer Katze beibringen möchten. Obligatorisch sind ein Signal z.B. ein Clicker und eine Belohnung, z.B. ein Leckerchen. Ein sogenannter Targetstab kann eingesetzt werden, um die Katze irgendwohin zu führen. Beispielsweise in den Katzenkorb, auf den Kratzbaum oder um sie ein Hindernis überspringen zu lassen. Ein Targetstab dient dabei als Verlängerung des Armes und die Katze soll lernen, ihm zu folgen.

Anleitungen für das Clickertraining findet man unter anderem in: 
Katja Rüssel (2010): Katzen-Clickertraining, Gräfe und Unzer Verlag, München
Martina Braun (2005) Clickertraining für Katzen- Erziehung macht Spaß, Cadmos Verlag, Schwarzenbek

Foto: Frau Utz .

Der Katzenkorb:

Die meisten Katzen kennen und mögen es nicht, in einem Transportkorb untergebracht zu werden. Unterwegs stellt er aber die beste Möglichkeit dar, eine Katze sicher zu transportieren und bietet ihr obendrein eine Versteckmöglichkeit und Schutz vor der Witterung. Plastikkörbe mit Schnellverschluss sind leicht zu reinigen und ermöglichen durch abnehmbare Deckel einen leichtes Herausnehmen ohne Ziehen oder Zerren, was für eine entspannte Untersuchung sinnvoll ist. Es kann hilfreich sein, die Katze an den Korb zu gewöhnen, indem er schon einige Tage vor dem Tierarztbesuch in der Wohnung aufgestellt wird. Viele Katzen lassen sich leichter hineinsetzen, wenn die Korböffnung nach oben zeigt, und die Katze mit dem Hinterende voran hinein gesetzt wird. Auch das Einwickeln der Katze in eine Decke kann das Hineinsetzen erleichtern. Katzenkörbe können auch vor dem Transport mit Pherhormonsprays sympathischer gemacht werden. Das Wichtigste ist jedoch, genügend Zeit einzuplanen und Ruhe zu bewahren.

Sammeln einer Harnprobe:

Die Untersuchung einer Harnprobe ist bei vielen katzentypischen Erkrankungen hilfreich. Grundsätzlich sollte der zu untersuchende Harn frei von Verschmutzungen und zum Zeitpunkt der Untersuchung nicht älter als 12 Stunden sein. Bis zur Abgabe in der Praxis sollte die Probe im Kühlschrank aufbewahrt werden. Das Auffangen kann mit einem sauberen Becher oder einer Kelle geschehen. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, die Katzentoilette zu entleeren, sorgfältig von Staub zu säubern und den Urin nach dem Absetzen in ein verschließbares Gefäß umzufüllen. Für die Katzen, die sich sträuben eine leere Toilette zu benutzen, gibt es spezielle Einstreu, die den Harn nicht aufsaugt.

Verabreichen von Medikamenten:

Die Verabreichung von Medikamenten kann bei Katzen eine Herausforderung darstellen. Die meisten Medikamente können in einer kleinen Portion einer besonderen Leckerei oder extra dafür entwickelten Leckerchen versteckt werden. Bitte fragen Sie vor der Verabreichung nach, ob die verordneten Tabletten zerkleinert werden dürfen und ob die Medikamentengabe eventuell nicht auf leeren Magen erfolgen sollte. Tabletten können meist auch zerkleinert und in Wasser gelöst direkt ins Mäulchen eingegeben werden. Dies gilt auch für flüssige Arzneimittel oder pulverförmige Formulierungen. Es kann hilfreich sein, die Katze zur direkten Eingabe in eine Decke oder ein großes Handtuch einzuwickeln.

Sehen Sie sich dazu auch die Seite „Zum Schmunzeln“ an.